Sektion Weinheim im Deutschen Alpenverein e.V.

Programm und Veranstaltungen des Vereines

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Große Notfallübung 2019


Am Samstag vor Ostern war es wieder so weit: Uli Eisenhofer und Dietrich Hinkeldey hatten zu einer umfassenden Notfallübung eingeladen und über 28 Personen kamen - auch aus den Nachbarsektionen.
Zusammen mit den täuschend echt geschminkten „Unfallopfern“ Mia, Swenja, Kristin und Ahmed baute Uli die Szenarien auf während sich für die erste Übung Irmgard als Tourenleiterin sich mit zehn weiteren Wanderern startklar machten. Sie würden auf ihrem Weg eine verletzte Person mit Beckenbruch am Fuße der Felswand finden. Kristin hatte sich unter die Wandergruppe gemischt und sollte beim Anblick der verletzten Person hektisch auf diese zulaufen, stolpern und sich den Unterschenkel brechen. Sie spielte ihre Rolle so echt, dass ein Teilnehmer wirklich dachte, das sei jetzt tatsächlich ein Unfall und wollte schon die 112 anrufen.
Die beiden Verletzten wurden zunächst aus der Gefahrenzone geborgen, und dann erstversorgt. Wärmeerhaltende Maßnahmen standen dabei ganz oben an – Petrus hatte zur Steigerung der Realität an diesem Morgen nur 3° zu bieten, einige Schneeflocken tanzten vom Himmel.
Die übrigen Teilnehmer konnten aus der Distanz zuschauen und brachten in der anschließenden Analyse ihre Ideen mit ein – was ist gut gelaufen, was hätte man besser machen können, was war gänzlich falsch.


Nach dieser ersten Übung, die allen nochmal die grundsätzlichen Abläufe bewusst gemacht hat, ging es an den Aufbau eines großen Szenarios, in dem alle mit eingebunden wurden. Neben einer neuen Wandergruppe die in den Alpen unterwegs sein sollte, gab es vier Leute, die die Aufgaben der Bergrettung übernahmen. Weitere Personen stellten den Kriseninterventionsdienst –KID- des DAV , die Wirtin einer Alpenhütte, die das nächste Ziel der Wandergruppe, die noch ca. eine Stunde entfernt ist, die Geschäftsstelle der Heimatsektion, die Polizei und die Presse dar. Alle Gruppen per Telefon untereinander erreichbar – aber an der Jakobswand gibt es auch Funklöcher – also realitätsnah. Die Gruppe trifft auf ihrer Bergtour auf vier Kletterer: eine hängt oben in der Wand und hat wohl einen Steinschlag ausgelöst, zwei liegen am Boden und sind von Steinen schwer verletzt worden, eine weitere Person hat eine Fleischverletzung im Gesicht und steht unter Schock, schreit und läuft panisch umher. Die Kletterin in der Wand hat sich selbst gesichert, kann aber nicht alleine Absteigen und unten kann sie keiner mehr ablassen. Sie hängt also da oben schon eine geraume Zeit: Hängetrauma. Erschwerend kam hinzu, dass in der Wandergruppe einige Kinder dabei waren, um die man sich auch kümmern musste und denen man den Anblick der Verletzten ersparen wollte.
Als erstes: Bergen der Verletzten – weiß schon wieviel Steine da noch herunter kommen – Ablassen der Kletterin in der Wand – Bergrettung alarmieren, Erstversorgung der Verletzten, Die Kinder aus der Gruppe mit einem Erwachsenem zur Hütte schicken, wo man sich dann treffen wird, Hüttenwirtin benachrichtigen, vielleicht können von dort schneller Leute kommen, warten auf die Bergrettung. Als diese nach geraumer Zeit eintrifft werden die beiden Schwerverletzten versorgt und zum nahen Landeplatz für einen Heli gebracht, die Leichtverletzte zur Berghütte begleitet. Inzwischen hatte ein Vertreter der Presse mit Kameramann von der Sache Wind bekommen und wittert die Chance auf eine gute Story. Sie stören die Rettungsaktion enorm. Es wäre auch gut gewesen, die eigene Sektion von dem Unfall zu informieren, obwohl vom Unfall keiner aus der Sektion betroffen war, denn wenn Meldungen über den Unfall später im Rundfunk verbreitet werden, weiß man dann in der Geschäftsstelle, dass den eigenen Leuten nichts passiert ist. Am Ende des Szenarios taucht die Polizei in der Berghütte auf und befragt den Tourenleiter über das Unfallgeschehen.


Wieder in der wärmenden Stube sitzen alle beieinander und sprechen den Ablauf nochmal durch: Wie ging es mir? Was ist gut gelaufen, was weniger? Welche Verletzungen wurden richtig eingeschätzt, welche nicht gefunden? Was bedeutet dies aus medizinischer Sicht? Über eine Stunde analysierten wir zusammen und Uli Eisenhofer konnte auf alle Details kompetent Antwort geben. Viel erfahren, noch mehr gelernt an diesem Vormittag. Zudem haben zwei Leute alles mit Kamera und Protokollblatt dokumentiert – aus diesem Material wird eine DVD entstehen, die wir uns im Nachgang nochmal zusammen anschauen werden.
Und dann war die Hüttenwirtin Astrid auch fertig: Sie hatte für alle Couscous mit einem leckeren Ratatouille und eine Kirsch-Quark-Nachspeise gemacht, die wir uns alle gut schmecken ließen. Vielen Dank!

Novembertreffen des TLT

Sicherheitsupdates 2018

Liebe Tourenleiterinnen und Tourenleiter,
ich lade euch hiermit zu unserem Treffen am 22.11.2018 um 19 Uhr in die Vereinshütte ein.
Zunächst wollen wir uns über die Erfahrungen auf den Touren 2018 austauschen.
Anschließend werde ich euch die mir bekannten Sicherheitsupdates, die ich über das Jahr in Zeitschriften und im Internet gesammelt habe präsentieren, damit wir darüber diskutieren können.

Ich hoffe auf eine rege Beteiligung

Dietrich

Das Tourenleiterteam der Sektion

Theoriekurs der Tourenleiter
Theoriekurs der Tourenleiter

Zu unserer Gruppe gehören alle, die eine Bergausbildung absolviert haben, also alle Wanderleiter, Fachübungsleiter, die Trainer C und all diejenigen, die auf Grund ihrer langjährigen Erfahrung Touren für die Sektion anbieten.
Die Arbeit in unserer Gruppe betrifft:

  • Die Gestaltung des Tourenprogramms
  • Die Weiterentwicklung und Umsetzung des Risikomanagements
  • Die Übung von Verhalten in verschiedenen Notfallsituationen
  • Die eigene Weiterbildung
  • Der gegenseitige Austausch über neues Material und neue Erkenntnisse aus dem Bereich der Sicherheitsforschung.
Nach sechs Jahren Unterbrechung wurde die Gruppe im Mai 2018 wieder aktiviert. In einer ersten Sitzung am 3.5.18 wurde die Notwendigkeit und der Nutzen eines Tourenleiterteams von den Anwesenden einhellig betont und man dankte Dietrich Hinkeldey, der sich wieder als Leiter des Teams zur Verfügung gestellt hat.
Wieder soll es jährlich zwei feste Treffen geben: April/Mai vor der Tourensaison mit einem Breefing in Sicherheits- und Risikofragen und einem Treffen Oktober/November nach der Tourensaison mit einem Austausch über die Erfahrungen auf den Tpouren und einem Sicherheitsupdate um auf dem neuesten Stand des Materials und der Sicherheitsforschung zu bleiben.



DAV-Hauptverband, Sicherheitsforschung

Allgemeine Hinweise

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