Sektion Weinheim im Deutschen Alpenverein e.V.

Programm und Veranstaltungen des Vereines

Aktuelles

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2013 Durch die Dolomiten vom Sellajoch zum Karerpass


Durch den Rosengarten

Am Samstag, den 24. August, starteten wir um 7:30 Uhr mit PKWs zu fünft, d.h. Richard, Rosi, Barbara, Hermann und ich (Rainer) in Richtung Süden. Da die Tortur unserer Anreise erst um 19:30 Uhr auf dem Sellajoch endete, entschlossen wir uns, nicht noch zur Langkofelhütte aufzusteigen. Wir nächtigten im Sellajoch-Haus.

Am nächsten Morgen veranlasste uns ein Blick aus dem Fenster erneut, unseren Tourenplan zu ändern. Im leichten Regen nahmen wir nicht den Weg über den seilversicherten Schustersteig, sondern den Panoramaweg 526/527 durch die „steinerne Stadt“ um den Langkofel zum Plattkofel. Inzwischen hatte sich das Wetter gebessert, und bei blauem Himmel boten sich überwältigende Blicke auf Sella, Geislergruppe und Schlernplateau. Am frühen Nachmittag erreichten wir dann in bester Stimmung unser nächstes Quartier, die Plattkofelhütte.


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2012 Kreuz und Quer durch den Wilden Kaiser


Kleine Halt

Die Schroffen Zacken und Gipfel locken nicht nur die Kletterfreaks, auch für die Klettersteiggeher bietet der Gebirgsstock viele attraktive Routen und Gipfelanstiege. Dieter und Grit wollten in der ersten Juliwoche unter Führung von Dietrich möglichst viele Steige und Wege kennenlernen.
Nach der staureichen Anfahrt ging es am ersten Tage nachmittags von der Griesenaueralm über das Stripsenjochhaus auf breiten Wegen wieder hinunter zum Anton Karg Haus – 600 hm genug zum Eingehen. Hier startete die Gruppe am kommenden Morgen über den Güttlersteig zum Einstieg des 2009 angelegten Kufsteiner Klettersteigs in 1600m Höhe. Der Steig mit der Schwierigkeit im Bereich C und D zieht sich spektakulär und ausgesetzt 400m hinauf auf das vordere Gamskarköpfel. Von dort aus erreichten wir auf kleinen Pfaden das Sonneck mit 2260m Höhe. Das Wetter lies allerdings – wie in der ganzen Woche – nur eine eingeschränkte Fernsicht zu. Der Abstieg folgte dann durch steiles Schutt- und Schrofengelände über den Güttersteig zurück zum Anton Karg Haus. Wegen großen Problemen mit seinen Schuhen und Blasen an den Zehen musste sich Dieter leider zurückziehen und konnte den Rest der Woche leider nicht mehr an der Tour teilnehmen.

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2012 Beginn einer deutsch-französischen Freundschaft


Donnerstag, 01.September 2011, 12 Uhr: „Hallo, hallo – do you speak english?“ Freundlich stellt diese Frage ein großgewachsener südländischer Typ an Karola . Die Verständigung ist zwar etwas schwierig, aber die Sympathie ist dafür um so schneller dabei. Er heißt Michel und erklärt, daß er mit seiner Frau und ihrer gemeinsamen Freundin geradewegs aus Grenoble kommen, um den Karola-Klettersteig zu begehen. Er hätte diesen im Internet auf klettersteig.de entdeckt. Weiterhin berichtet er, daß er schon ca. 150 Klettersteige im europäischen Alpenraum begangen habe und er wolle seine Einschätzung, der Karola-Steig sei einer der schwersten in Europa, überprüfen.
Da nur noch Mitglieder der Sektion Weinheim an der Jakobswand klettern dürfen, ruft Karola Wolfgang in seiner Firma an, um zu fragen, ob wir ihn als Gast einladen möchten. Wolfgang stimmt zu und wir verabreden uns für 18:00.
Pünktlich treffen wir die Drei im Klettergarten. Nach dem Anlegen der Klettersteigausrüstung postiert Michel seine Frau zum Fotografieren vor der Jakobswand. Karola geht auf die Leiter, um ebenfalls Fotos von der Begehung zu machen. Michel und Wolfgang steigen in den Klettersteig ein. Für die ersten 6 Meter benutzt unser Gast nur eine kurze Sicherungsschlinge, die Klettersteigkarabiner baumeln ungenutzt an seiner Seite. Nach Wolfgangs Einspruch:“He Michel, I don't want to loose a new friend“ hängt er nach kurzer Diskussion („bei schweren Klettersteigen wäre es zu kraftraubend, das Klettersteigset zu benutzen“!!!) dasselbe zusätzlich ein.
Den ersten überhängenden Teil bewältigt er schnell, nur unterbrochen von Fotopausen.
Nach Überwinden der Kante müssen die beiden eine kurze Pause einlegen, damit Karola eine neue Fotografierposition einnehmen kann. Diese Pause wird mit angeregtem Fachsimpeln über das Klettersteiggehen verkürzt.
Im 2. Teil des Klettersteigs sieht man, wieviel Spaß Michel bei der Begehung hat. Er jubelt sich förmlich nach oben. Seine ersten Worte am Ausstieg sind: “I am a happy man!!!“
Er schätzt den Klettersteig als den mit der schwersten Einzelstelle in Europa ein.
Die Begehung wird anschließend mit einem kleinen Umtrunk gefeiert. Bevor sie wieder zurück nach Frankreich fahren, zeigt er uns noch ganz stolz seine selbst konstruierte Seilrolle mit 2 Felgenbremsen. Die ist wirklich äußerst beeindruckend.
Wie in Frankreich üblich, erfolgt die Verabschiedung mit vielen Küßchen. Wir werden uns bestimmt wiedersehen!

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2011 Bei Wind und Wetter durchs Rätikon


DAV und Weinheimer Polizei gemeinsam auf Tour

Das Interesse an einer ambitionierten Bergtour bestand bei einigen Weinheimer Polizisten schon lange, aber keiner fühlte sich so erfahren, um eine Gruppe zu führen. So entstand die Idee, gemeinsam mit bergerfahrenen Leuten des Weinheimer Alpenvereins eine mehrtägige Tour am langen Wochenende von Fronleichnam zu unternehmen. So starteten Jürgen Helfrich, der Revierleiter der Weinheimer Polizei mit seinen Kollegen Günter Wolpert , Volker Menges, Karl Müller mit Sohn Max sowie die beiden Fachübungsleiter des DAV Hans Henninger und Dietrich Hinkeldey zusammen mit den erfahrenen Berggehern Uli Schlieper und Peter Paulick am 22.6. zur Fahrt nach Brand bei Bludenz. Am Abend stieg man gleich noch auf zur Oberzalim-Hütte(1869m). Bei trüben Wetter musste die Regenbekleidung schon mal zeigen, was sie taugt. Das Ehepaar Sylvia und Wilfried Studer bewirtschaftet zusammen mit ihren drei Töchtern diese 2008 neu hergerichtete Hütte und auch noch die auf knapp 2700m hoch gelegene Mannheimer Hütte. Hier konnten alle von den großen Bergen träumen, denn Wilfried Studer zeigte am späten Abend seine Bilder von der Everestbesteigung 2010 mit Frau und Tochter.
Am nächsten Tag ging es über den Leibersteig hinauf zu Mannheimer Hütte (2679m) – auf dem sehr ausgesetzten Weg mussten viele steile Schneefelder gequert werden. Zum Glück kam Wilfried Studer entgegen und half beim Anlegen der Trampelspuren. Oben angekommen öffnete Petrus alle Schleusen und es schüttete bis in den Abend. So war im letzten Tageslicht nur noch ein kleiner Ausflug zum Wildberg (2780m) möglich.

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2011 Patagonien und Anden

5 Wochen Gemeinschaftstour durch Südamerika

Wir hatten über ein Jahr geplant, Routen ausgesucht, Flugverbindungen ermittelt und natürlich immer wieder an der Ausrüstung gefeilt. Selbst eine Zeltnacht auf der Schwäbischen Alb bei viel Schnee und eisigen Temperaturen wie auch eine Bergtour zur Maliciosa bei Madrid gehörte zu unserem Vorbereitungsprogramm. Wir, das waren José aus Madrid, Hans, Christine und Bernd und Dietrich, der diesen Text gerade schreibt. Aber dann war es endlich 25. Dezember und es ging los. Über Madrid flog die Iberia nach Santiago de Chile – 13 Stunden über den Atlantik, den Amazonas und die Anden bis uns dann endlich die chilenische Hauptstadt mit Hochsommer empfing: 35°C! Wir wurden von Heinz und Ana, gute Bekannte von Hans, mit Pisco Sour ganz herzlich begrüßt und für die erste Nacht bis zum Weiterflug nach Patagonien aufgenommen. Der Flug nach Punta Arenas am nächsten Morgen war schon ein Traum: über dem südlichen Eisfeld rissen die Wolken auf und gaben die Sicht auf riesige Gletscherströme, den Fitz Roy, Lago Argentino, den Gletscher Perito Moreno und das Gebirgsmassiv des Torres del Peine Nationalparks frei. Was für eine Begrüßung am Ende der Welt.

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2011 Torres del Paine Nationalpark

Dann endlich begann unser Trekking rund um den Gebirgsstock. Zeltausrüstung und Lebensmittel für 10 Tage drückten ganz gut auf die Schultern, sodass der Ausspruch von Hans immer wieder zitiert wurde: La vida es dura y la mochilla pesa mucho! Unser erstes Camp war auch das schlechteste – wir schlugen die Zelte zwischen hohen Bäumen auf und richteten uns für die Nacht ein. Am nächsten Tag stiegen wir dann mit kleinem Gepäck das Valle del Francés hinauf. Unten lagen wie Juwelen die vielen Seen in sattes Grün eingebettet: Lago Grey, Lago Nordenskjöld, Lago Pehoé und Lago del Toro, eingerahmt von Schneegipfeln der Anden. Der Talkessel bot dann ein besonders schönes Panorama: die wilden Zacken der schwarz-weißen Cuernos auf der rechten Seite wurden von den gletscherbedeckten Spitzen des Paine Medio und der Cathedral auf der linken Seite vor dem tiefblauen Himmel kontrastiert, dazu die für Patagonien großen linsenförmigen Wolken, die unseren Föhnfischen ähnlich sind, diese aber in der Größe zig mal übertreffen. Wir stiegen wieder ab und setzten die Umrundung bis zum Refugio Cuernos fort. Dunkle Wolken zogen am Abend auf und ein Wind kam auf, peitschte die Wolken über den Lago Nordenskjöld, sodass die Gischt uns noch 10 m vom Ufer entfernt ins Gesicht spritzte. Das Wetter in Patagonien ist nicht wechselhaft, abwechslungsreich ist ein besserer Ausdruck, denn durch die heftigen Winde ändert sich das Wetter schnell. Hatten wir am nächsten Morgen noch leichten Regen, so ging dieser nach einer Stunde schon in Nieseln über, die Wolken rissen auf und nach einer weiteren Stunde liefen wir in der Sonne, so dass uns der Schweiß von der Stirn rann. Sechs Stunden dauerte die Etappe mit ständigem Auf und Ab über viele Wildbäche bis zur Hosteria Las Torres, dem einzigen Hotel im Park. In einem Kiosk konnten wir uns mit Lebensmitteln und Rotwein eindecken, bevor wir in dem dazugehörigen Campamento unsere Zelte aufschlugen. Von hier hatten wir schon einen ersten Blick auf die Torres, das Wahrzeichen des Parks.
Am nächsten Tag, es war nun Sylvester, stiegen wir das Valle Asencio hinauf – strahlender Sonnenschein aber ein mächtiger Sturm peitschte uns, teils mit Sand vermischt, entgegen. Auf dem schmalen Bergpfad fand ich mich unvermittelt einen halben Meter neben der Spur wieder – zum Glück bergseitig - der Sturm hatte mich samt Rucksack einfach versetzt. Hinter dem Campo Chileno begann dann der Aufstieg über einen steilen Schotterhang hinauf zum Mirador de las Torres.

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2011 Zum Perito Moreno Gletscher

Für José, Hans, Christine und Bernd ging es nun nach Seron, dann nach Dickson und schließlich von Los Perros aus über den Pass Gardner zum Grey-Gletscher. Von dort war es dann nur noch eine Tagesetappe, bis die Umrundung wieder im Refugio Paine Grande endete

Abstecher nach Argentinien

Während die anderen vier dir Runde um Torres del Paine Park fortsetzten, fuhr ich mit einem Bus nach El Calafate/Argentinien und weiter zum Gletscher Perito Moreno. Dieser wächst und schiebt sich über einen Seitenarm des Lago Argentino. Alle 2-3 Jahre sperrt er den Seitenarm ab, und in diesem steigt dann der Wasserspiegel, bis mit großer Macht die Eisbarriere durchbrochen wird und sich die Flut in den See ergießt. Als ich den Gletscher besichtigte, war nur noch eine schmale Rinne von ca. 5 Meter Breite offen.

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2011 Abstecher nach Argentinien


Kurz vor dem Einbrechen der Nacht kam ich in El Chaltén an, fand Quartier in einer einfachen Hosteria und startete am nächsten Tag mit dem ersten Morgengrauen meinen Treck zur Laguna Torre. Bei bestem Wetter und ganz alleine konnte ich die Wanderung am Rio Fitz Roy entlang genießen, bis ich nach gut 3 Stunden am Ufer des Sees stand – dahinter erhob sich vor klarem, blauem Himmel der Cerro Torre, der schwierigste Kletterberg der Welt, ein „Schrei aus Stein“ wie ihn Reinhold Messner in seinem gleichnamigen Buch nannte.

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2011 Zur Pinguin-Insel


Rechts vom Talschluss ragt dann die Kette des Fitz Roy (3405m) auf, die dann langsam zum Valle de las Vueltas abfällt. Auch dies ist einfach ein Platz, an dem man sich still hinsetzt und staunt, ehrfürchtig im Angesicht der Schönheit dieser Landschaft. Am nächsten Tag herrschte dann Patagonien-Wetter: Sturm, Regen, tiefhängende Wolken. Genau das richtige Wetter um zurück nach Chile / Puerto Natales zu fahren und dann weiter nach Punta Arenas, denn da wollte ich die anderen wieder treffen.

Punta Arenas und der Generalstreik

Mit Hans und José traf ich zufällig schon zwei Tage vor dem vereinbarten Treffpunkt zusammen. Sie waren nach der Umrundung nach Feuerland gefahren und kamen gerade aus Ushuaia zurück und erzählten, sie hätten von einem bevorstehenden Generalstreik in dieser südlichsten Provinz gehört, denn die Gaspreise sollten um knapp 20% steigen. Wir machten uns also ernsthafte Sorgen, ob wir in zwei Tagen auch unseren Flieger zurück nach Santiago de Chile bekommen würden. Zunächst wollten wir aber noch zu einer Pinguin-Insel mitten in der Magellan-Straße. Bei stürmischer See waren wir froh, nach 1,5 Stunden an Land gehen zu können.

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2011 Punta Arenas im Streik

Würden wir dann noch zum 25km entfernten Flughafen kommen, denn man berichtete uns von Straßensperren, die überall am Stadtausgang errichtet worden wären.
[Bild 24]Ein Fernsehteam interviewte Hans und wir warteten auf Christine und Bernd vergebens. Sie saßen 250km nördlich in Puerto Natales fest: kein Bus, kein Taxi, kein Privatfahrzeug konnte sie zu uns bringen. Ihren Bericht kann man am Ende lesen.
Wir entschlossen uns am Abend den Fußmarsch zum Flughafen mit all unserem Gepäck anzutreten. Irgendwie würden wir die gut 25 km schon schaffen. Wir marschierten stadtauswärts, befestigten an Stöcken schwarze Müllsäcke und zeigten so unsere Solidarität mit den Streikenden. Keine 5 Minuten später schon hielt ein kleiner PKW und bot uns an und womöglich um die Straßensperren herum zum Flugplatz zu bringen. Freudig nahmen wir das Angebot an, quetschten uns zu dritt mit Rucksack auf die Rückbank und schon ging es weiter über Feldwege nach Norden. Aber alle Straßen endeten an der großen Barrikade. Wir bedankten uns recht herzlich und gingen zu Fuß zu den Menschen an der Barrikade, die sich mit kleinen Feuern wärmten. Wir redeten mit ihnen, unterstützten ihre Forderung mit Worten und sie waren froh, dass Touristen sich auf ihre Seite stellten. 500m hinter der Straßensperre entdeckten wir ein weiteres Auto mit Fahrer, der gegen Bezahlung gleich bereit war, uns zum Flughafen zu fahren. So waren wir statt stundenlangem Fußmarsch bereits nach einer knappen Stunde am Airport.

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Allgemeine Hinweise

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