Sektion Weinheim im Deutschen Alpenverein e.V.

Programm und Veranstaltungen des Vereines

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2014 Von Tannheim ins Kleinwalsertal


Die Gruppe vor der Landsberger Hütte

Richard Rothermel hatte eine dreitägige Hüttentour mit anschließenden Tageswanderungen im Kleinwalsertal organisiert, die vom 23. bis 30. August 2014 stattfand. Von Tannheim ging es über das Neunerköpfl zur Landsberger Hütte und dann weiter zum Prinz-Luitpold-Haus und Edmund-Probst-Haus am Nebelhorn. Geplant war auch die Begehung mehrere Klettersteige. Vierzehn bergbegeisterte junge und ältere Wanderer marschierten los, wobei Marianne und Fred aus „knietechnischen Gründen“ die Hüttentour leider nicht mitmachen konnten. Dafür fuhren sie aber die Autos nach Mittelberg, holten die Truppe in Oberstdorf ab und brachten sie ins Kleinwalsertal. Dieses „Einsammeln“ nach den Anstrengungen war für uns natürlich angenehm. Die Beiden hatten darüber hinaus trotzdem ihre Freude an Bergwanderungen.
Nach der Anfahrt, die länger dauerte als gedacht, nahmen wir den Sessellift auf das Neunerköpfl (1864m) und bewältigten in drei Stunden Gehzeit bei leichtem Auf und Ab die Strecke bis zur Landsberger Hütte auf 1810 m Höhe. Am Wochenende war die Hütte gut gefüllt, aber dank der Voranmeldung durch Richard fanden wir ein gutes Lager für uns und konnten mit schmackhaftem Essen, Bier und Rotwein einen sehr schönen Abend genießen. Die ganze Nacht hindurch regnete es, am Morgen kamen noch Graupel und Schnee dazu. Vor uns lag ein langer Tag mit dem Übergang zum Prinz-Luitpold-Haus auf 1846 m Höhe über das Kastenjoch, den Kirchendachsattel, am Schrecksee vorbei, übers Schreckenjöchle, den Jubiläumsweg (Via Alpina) und die sehr steile Bockkarscharte.
Petrus hatte ein Einsehen mit uns, denn es hörte bald auf zu regnen. Der stellenweise durch Felsen mit leichter Kletterei verlaufende Weg gestaltete sich sehr schmierig und rutschig, erforderte äußerste Konzentration. Die Gehzeit war mit sechs Stunden angegeben. Angesichts von 17 km Länge und etwa 800 m im Auf- und 775 m im Abstieg brauchten wir mit mehreren Pausen deutlich länger, aber nach zehn Stunden war auch der Letzte und mit 84 Jahren Älteste aus unserer Gruppe mit Hilfe von Richard glücklich und wohlbehalten auf der gemütlichen Hütte angekommen.


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2014 Rosengarten Im Reich von König Laurin


Erneut machten sich acht Personen der Sektion Weinheim im Kleinbus auf den Weg nach Südtirol. In Obereggen wurde im freundlichen, familiär geführten Albergo Specker Quartier bezogen, das unmittelbar an den Seilbahnstationen zum Latemar liegt. Die sorgfältig vorbereiteten Touren von Walter Hebling führten uns durch die herrliche Bergwelt der Dolomiten, auch wenn das Wetter nicht immer mitspielte.
Der erste Höhepunkt war eine Wanderung vom Haus aus zum Labyrinthsteig, ein wunderbarer Weg durch aufgehäufte Fels- und Steinformationen. Weiter ging es zum mystisch anmutenden Karersee, der mit seinen verschiedenen türkis-blauen Schattierungen zwischen dem dichten Fichtenwald hervorblitzt und in dem sich bei Sonnenschein das Latemar spiegelt.
Per Auto erreichte die Gruppe am Folgetag den Wallfahrtsort „Maria Weißenstein“ auf 1520 Meter Höhe mit Kloster und reich ausgestatteter Kirche. Hier begann die Wanderung, die zunächst in die Bletterbach-Schlucht führen sollte, einen tiefen Einschnitt unterhalb des Weißhorns mit sicherlich interessanten Einblicken in die verschiedenen Gesteinsschichten und einem Info-Zentrum. Auf dem Weg erfuhren wir, dass der untere Abschnitt wegen Murenabgangs in der vergangenen Nacht gesperrt wurde. Der obere Teil der Schlucht war frei und konnte durchquert werden. So begann der Aufstieg auf das Weißhorn zwar bei Sonnenschein, aber frischem Wind. Zum Schluss ging es an der Abbruchkante der Schlucht entlang, bis das Gipfelkreuz in 2313 Meter Höhe erklommen war. Die zentrale Lage des Berges macht es möglich, eine Rundumsicht bei herrlichem Sonnenschein zu genießen. Mit dem direkten Blick in das Etschtal, weiter zur Brenta, dem Ortler, den Zentralalpen und den Dolomiten wurden wir belohnt. Nach kurzer Rast hinter schützenden Felsen ging es an der gegenüberliegenden Kante mit leichter Kletterei abwärts, zurück zum Auto.
Am kommenden Tag war der südliche Teil des Rosengarten-Gebirges unser Ziel; die Rotwandumrundung. Vom Parkplatz am Karerpass ging es zur Rotwandhütte. Hier fanden sich zahlreiche Wanderer ein, die zumeist über den Paolina-Lift hinauf kamen. Auf dem Weg zur Vaiolonscharte blieben dann die Massen zurück. Auf steilen und schmalen Wegen im Auf- und Abstieg wurde auf der Vorderseite der Rotwand der Hirzlweg erreicht, der weiter zur Paolinahütte auf 2125 m führt. Dort fanden sich alle Teilnehmer wieder zusammen, da sich einige für eine leichtere Variante entschieden hatten und noch das Denkmal des Dr. Theodor Christomannos ansahen, dem Pionier des Südtiroler Fremdenverkehrs.
Der Mittwoch war der Kultur gewidmet. Erste Station war die kleine Kirche St. Helena in Deutschnofen, malerisch am Regglberg gelegen. Ein echtes Kleinod in romanischer Bauform, reich ausgestattet mit gut erhaltenen Fresken aus dem 15. Jahrhundert. Die Städte Auer, Neumarkt links der Etsch, Tramin und Kaltern und ein kurzer Halt am Kalterer See gegenüber waren die Anlaufpunkte dieses Tages, wobei jeder selbst auf Entdeckungstour ging und interessante Eindrücke sammeln konnte.
Der vorletzte Wandertag bescherte erstmal Regen, so dass die Begehung des Santner-Klettersteigs, der von der Rosengartenhütte zum Rosengarten bestiegen wird, gestrichen werden musste. Stattdessen ging es vom Parkplatz am Niga-Pass auf angenehmen Wegen zur Harnicker-Schwaige, von wo aus wir die unmittelbar darüberstehenden Vajolettürme bewundern konnten. Zum Abschied gab‘s einen Gratis-Kräuterschnaps.
Auch der letzte Tag bescherte feuchte Wege, so dass wir nach der Seilbahnauffahrt von Obereggen nur unterhalb der steilen Latemaraufschwünge wandern konnten. Über die Feudo-Hütte und im Bogen durch Wald und über Wiesen ging es nach Obereggen zurück. Unser Wirt hatte Kaffee und herrliche Himbeertorte als Entschädigung des trüben Wetters für uns bereit. Eine tolle Wanderwoche in dieser beeindruckenden Landschaft! Dem Organisator galt unser aller Lob und Dank.
Heidi Schmitt
Fotos:
1: Blick zum Rosengartengebiet
2: Im Labyrintsteig-Latemar

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2014 Trekking in der Cordillera Blanca und der Huayhuash / Peru


Pass Llanganuco mit Blick auf Huandoy 6356m und Nevado Pisco 5752m


Juli 2014: ab in den Flieger und via Madrid nach Lima. 18 Stunden später spazierte ich schon durch die Hauptstadt Perus mit ihren spanischen Kolonialbauten: beeindruckend, wenn auch – der Jahreszeit entsprechend – dicker Hochnebel die Sonne versteckte. Plaza Major, Goldmuseum, prächtige Kirchenbauten, Präsidentenpalast, Plaza San Martin, … man könnte viel, viel Kultur bestaunen, aber ich war ja zum Trekking gekommen. So fuhr ich am nächsten Tag mit einem Linienbus nach Norden, erst am Pazifik lang, dann steil die Anden hinauf und durch die Nebeldecke. Ohne einen Stopp erreichten wir die Passhöhe von 4050 m, dann ging es im Rio Santa Tal hinab nach Huaraz, 3500 m hoch am Fuße der Cordillera Blanca gelegen. Inzwischen war es nach acht Stunden Busfahrt schon dunkel geworden. Quartier beziehen im Hotel Casablanca und dann durch die belebten Straßen von Huaraz schlendern. Markthalle und unzählige Indios mit Straßenständen bieten ihre Waren bis spät in die Nacht feil. Gebäck, Gemüse und Obst, gut abgehangene Hühner und Schweinehälften, aber auch Guinea-Pigs und Fisch, Elektroteile, Armarturen und Baumaterial – eine quirlige, lebendige Stadt.
Am nächsten Morgen leuchteten die weißen Berggipfel unter wolkenlosem Himmel – besonders im Norden der Doppelgipfel des Huascaran, Perus höchster Berg mit 6768 m. Zunächst war Akklimatisation angesagt – eine leichte Wanderung zu einer Präinka-Stätte und einer Thermalquelle. Mit einem kleinen Bus ging es dann am nächsten Tag am Huascaran vorbei nach Paschapampa, dem Ausgangspunkt des St.-Cruz-Trecks. Die fünf Tagesetappen von ca. sechs Stunden Gehzeit führen von der Südseite zum Alpamayo-Basecamp auf 4300 m. Dies ist nicht die berühmte Ansicht der Eispyramide, wie man sie von der Nordseite kennt, aber um nichts weniger beeindruckend eingerahmt von den 6000ern Quitoraju und Pucachirca. Mit einem guten Timing waren wir am Nachmittag des 13. Juli im Lager: Fußball-WM-Endspiel und ein kleines Transistorradio, um das eine Traube von Menschen versammelt war. Ein einzigartiges Erlebnis, den Sieg der deutschen Mannschaft im peruanischen Rundfunk mitzuerleben. Da ließ ich anschließend meinen Flachmann kreisen: Viva Alemania!
Wir überquerten anderentags die Gebirgskette auf 4750 m vorbei am Artosanraju, Taulliraju und Chacraraju mit seinem steilen Gipfelaufbau. Nach fünf Tagen erreichten wir wieder besiedeltes Gebiet, wurden vom Kleinbus aufgenommen und fuhren nun auf einer Schotterstraße zurück über die Cordillera Blanca – Passhöhe 4800 m und ein gigantisches Panorama: links die Eisriesen des Chopicalqui und des Huascaran, rechts die Vierergruppe des Huandoy, der Nevado Pisco und der Chacraraju. Dazwischen ein tief eingeschnittenes Tal mit zwei Seen und der Passstraße, die sich in unzähligen Serpentinen in die Tiefe schlängelte. Einfach nur grandios.

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2014 Einmal um die Texelgruppe


An der Stettiner-Hütte

Am 31. Juli brachen wir zu siebt pünktlich um sieben in der Frühe in Weinheim mit dem Kleinbus auf. Walter Hebling (der übrigens immer noch jederzeit in der Lage ist, uns allen im Gelände die Hacken zu zeigen, falls er es wirklich einmal darauf anlegt) hatte wieder einmal alles organisiert. Kurz vor Meran verließ der Bus das Etschtal bei Partschins; wie ein Wegweiser stand hinten im Tal der imposante Partschinser Wasserfall. Der Steg führte ganz nah an die stürzenden nassen Massen heran, und die Abkühlung durch die Gischt war uns bereits nach kurzem Anstieg hochwillkommen. Auf dem weiteren Weg zu unserem Übernachtungsquartier wurden noch viele Schweißtropfen vergossen. Im Berggasthof Gigglberg bezogen wir die Schlafkammern, und bald winkte ein köstliches Abendessen mit Blick auf das Panorama der Rosengartengruppe. Auch an den folgenden Tagen waren wir mit Speis und Trank immer aufs Höchste zufrieden und konnten fast jedesmal rechtzeitig vor einem Regenguss eine Rast in einer Gaststätte am Weg einlegen.
Der erste richtige Wandertag führte uns mit dem Blick ins abfallende Etschtal hinein nach Süden auf die Höhen über Meran zu, hier wie so oft auch später auf schmalen Pfaden mit Wurzeln, Treppen und Steinen, immer wieder bereichert durch gut gefüllte talstürzende Wasserläufe und einen Aussichtsbalkon ins Tal hinaus. Die erste beschauliche Rast machten wir an der neuerbauten Nassereith-Hütte im Grünen, an uns vorbei trollte sich eine kleine Herde schwarzgefleckter Schweine und beschnüffelte neugierig unsere Rucksäcke. Nach guter Wanderung über viele Kilometer entkamen wir einem Gewitter und erreichten rechtzeitig das Nachtquartier, den Talbauerhof hoch über dem Dorf Tirol und der Stadt Meran. Am nächsten Morgen war das Gewitter statt in der Luft dann in den Waden (laut Wanderplan „ein fast gemütlicher Tag“), aber tapfer schritten wir über dem Tal der Passer nun nach Norden zum kleinen und heimeligen Valtelehof zur Übernachtung. Bei Tisch trafen wir einen studierten Südtiroler, der im Dienste des Weinbaues und einer großen Chemiefirma lange Jahre die Welt bereist hatte und uns in seiner Klugheit sogar ausführlich belehren konnte, wie es in Weinheim so zugeht. Uns waren die zu Hause gebliebenen Südtiroler dann doch lieber, immer freundlich, offen und zu einem kleinen Gespräch bereit.

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2014 Aktive Wandergruppe am Gardasee


Die Teilnehmer

Viel Begeisterung war von 35 Sektionsmitgliedern zu erfahren, die eine Wanderwoche am Gardasee erlebten. Trotz des hohen Alters ist es gelungen, eine so starke Gruppe zu mobilisieren, um sich für eine Maiwoche nach Garda am Südwestufer des Gardasees für Wandern und Kultur zu begeben. Die langjährige Treue zum Singkreis, die intakte Gemeinschaft und ein angepasstes Programm, das die Leistungsfähigkeit der Teilnehmer berücksichtigt, macht es möglich, immer wieder solche Unternehmungen durchzuführen.
Per Bus ging es samstags über den Fernpass und Brenner zum Hotel Imperial nach Garda, wo uns ein schönes Hotel mit Halbpension und Frühstücksbuffet empfing. Nur fünf Minuten brauchte man, um an die Seepromenade zu schlendern und sich an einem Eis zu laben. Der Garten war mit Swimmingpool ausgestattet, die Zimmer angenehm, und dann war noch eines Abends ein Gala-Dinner ein weiterer Höhepunkt.
Gleich nach dem Ankunftstag war Malcesine unser Ziel, das mit dem Monte Baldo ein starker Anziehungspunkt war. Zwei Gruppen machten sich auf den Weg, um Landschaft und die Stadt zu erkunden. Zur Monte-Baldo-Bergstation steht seit einigen Jahren eine moderne Kabinenbahn zur Verfügung, die sich im zweiten Streckenabschnitt während der Fahrt einmal um die eigene Achse dreht und somit die Blicke für jeden Berg-/ Talfahrer in alle Richtungen frei gibt. An der Bergstation auf 1752 m angekommen, landeten wir fast im tiefen Schnee, zumindest war das angepeilte Ziel, den Cima Valdritta mit 2218 m zu besteigen, durch den kräftigen Neuschnee, der in den letzten Tagen gefallen war, nicht machbar. Eine Wanderung in nördlicher Richtung entschädigte uns mit sagenhaften Blicken auf den See, besonders aber nach Riva del Garda und die gesamte dahinterliegende Bergwelt. Die andere Gruppe erkundete zu Fuß die Stadt mit ihren engen Gassen und besonders das Castello, eine Scaliger Burg, von der einzigartige Blicke auf See und die ganze Umgebung möglich waren.

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2014 Wieder im fränkischen Jura gewandert

In der Höhle

Wie schon die Jahre zuvor stand auch 2014 über Vatertag die Wanderung in das fränkische Jura auf dem Programm. Wir trafen uns bei Richard und Marianne in Ladenburg und fuhren nach kurzer Begrüßung los in Richtung fränkisches Jura. Mit dabei waren die DAV-Mitglieder Günther, Bärbel, Richard, Marianne, Rainer und Carla. Ohne große Verkehrsstörungen kamen wir gut in Gößweinstein an, wo wir uns mit Heike vom DAV Nordhausen trafen. Gemeinsam fuhren wir zum Wanderparkplatz Leutzendorf und starteten bei etwas Nieselregen. Wir wanderten über die Espenhöhle zur Wassergrotte, einer natürlicher Felsenhöhle, die uns leichte Kletterkünste abverlangte, da es hohe Absätze gab und an einigen Stellen auch recht rutschig war. Mithilfe unserer Taschenlampen konnten wir im Höhleninneren die bizarren Felsformationen und die Höhe der Höhle bewundern. Höhepunkt bildete ein kleiner See, wohl eher eine Pfütze, von dem die Höhle ihren Namen hat. Nachdem wir uns alle ausreichend umgesehen hatten, kletterten wir wieder nach außen und wanderten zurück zu unserem Parkplatz. Nach kurzer Autofahrt konnten wir im Gasthof Bergmann einchecken und unsere Zimmer beziehen. Den Abend verbrachten wir in Wadendorf im Gasthof „Zur alten Eisenbahn“. Hier trafen wir uns mit unseren Bayreuther DAV-Freunden Gert und Ingrid. Während wir uns viel zu erzählen hatten und auf unser Essen warteten, trafen auch unsere letzten Mitwanderer Fred und Rosi ein. So ging unser erster gemeinsamer Tag gemütlich zu Ende.
Den nächsten Tag begannen wir mit einem üppigen Frühstück, bei dem es für jeden Geschmack etwas gab und auch selbstgebackener Kuchen nicht fehlte. Leider meinte es das Wetter nicht so gut mit uns: Es war nicht nur sehr kühl, sondern regnete auch. Aber dies konnte uns nicht davon abhalten, über schöne Wanderwege in Richtung Burg Zwernitz zu laufen, die auf einem Felsen steht und 1156 das erste Mal urkundlich erwähnt wurde. Da eine Besichtigung nicht auf dem Programm stand, ging es weiter zum Morgenländischen Bau, einer Art Moschee mit prachtvoller Ausstattung. Wir konnten uns einen Innenhof anschauen und einen Blick durch die Fenster werfen. Im Dauerregen ging es weiter in den Felsengarten Sanspareil. Hier gab es zahlreiche Felsformationen (z. B. der gespaltene Felsen) und Grotten, z. B. Grotte der Calypso und ein Ruinentheater zu bestaunen.
Nach unserem Rundgang durch den Felsengarten wanderten wir in Richtung Hollfeld, wo wir kurz die einzigartigen Terrassengärten besichtigten. In Hollfeld machten wir unsere erste Rast im Café „Märchenstüble“ – nach 19,5 km zurück gelegter Strecke. Da die meisten keine Lust mehr hatten, auch die letzten 10 km zum Gasthof Bergmann zu wandern, machten sich nur drei unerschrockene Wanderer (Richard, Bärbel und Rainer) zu Fuß auf den Heimweg. Die anderen Wandersleute wurden von Marianne mit dem Auto abgeholt. Marianne stand uns während unseres Aufenthalts jederzeit als „Taxi-Service“ zur Verfügung, da sie aufgrund von massiven Knieproblemen (inzwischen wurde sie erfolgreich operiert) nicht mitwandern konnte. Kurz vorm Abendessen wurden die drei Wanderer mit großem Beifall vom Rest der Gruppe begrüßt. Sie hatten damit eine Strecke von knapp 30 km zurückgelegt. Abends trafen wir uns alle mit Gert und Ingrid zum gemeinsamen Essen im Gasthof „Bergmann“ und ließen den Tag gemütlich ausklingen.

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2014 Vom Forum zum Finsteraarhorn


Abstieg zum Hugisattel

Vor zwei Jahren lernten wir uns über das Tourenforum des DAV Weinheim kennen, und nun trafen wir uns um sechs Uhr auf dem Festplatz in Schriesheim. Aber der Reihe nach: Wir, das sind Karl F. Rothenbusch, Paul Menstell und der Verfasser dieser Zeilen. „Hallo Leute, Lust auf eine Hochtour?“ So fing die E-Mail an, die ich Anfang Juli von Paul bekam. „Ich bin dabei“, so meine Antwort. Karl hatte auch Zeit, nur Andreas (der vierte in Bunde) konnte leider nicht. Ziel war das Finsteraarhorn, mit 4274 m höchster Gipfel der Berner Alpen.
Nachdem das Wetter für ein paar Tage gutgemeldet wurde, was diesen Sommer schon sehr selten war, ging es am 5. August los Richtung Grimselpass und Oberaarstausee. Von hier aus erreichten wir in 4 Stunden die Oberaarjochhütte.
Am nächsten Morgen ging es nicht gleich zur Finsteraarhornhütte, sondern erst noch auf das 3631 m hohe Oberaarhorn, das nur eine Stunde von der Hütte entfernt ist. Da der Weg über die Gemschlicke nicht mehr zu empfehlen ist, nahmen wir den längeren Weg über Studergletscher, Galmigletscher und Fieschergletscher zur Finsteraarhornhütte (4 Std). Diese Hütte entspricht so gar nicht dem Bild einer Schweizer Berghütte, nein, diese Hütte ist ein Haus. 2004 neu gebaut, schlicht, einfach, durchdacht und funktional bis ins Detail. Wer hat‘s erfunden?
Nach dem Wetterbericht im Fernsehen legten wir gemeinsam mit dem Wirt die Frühstückszeit auf 3 Uhr fest. Doch um 3 Uhr regnete es, leicht, aber es regnete. Hatte Petrus den Wetterbericht im SRF denn nicht gesehen? Um 3 Uhr 45 gingen wir los, es hatte fast aufgehört zu regnen. Es ging über Schutt, plattigen Fels und Gletscher zum Frühstücksplatz, einer Felsrippe auf 3616 m. Auf das Frühstück verzichteten wir, sondern machten uns weiter über den Gletscher zum Hugisattel (4088 m). Hier beginnt der felsige Nordwestgrat. Da sich der Fels nur an einigen Stellen zeigte, folgten wir der Spur im Schnee, der hier noch lag oder angeweht wurde. An einigen Stellen kletterten wir mit den Steigeisen im IIer Fels-/Schneekonglomerat. Doch wie schrieb schon Herr Goedeke: „Luftige Kletterei bis II … oft vereist, dann deutlich schwieriger.“ Auch das Gipfelkreuz versteckte sich bis zum Querbalken im Schnee, weswegen der Aufenthalt auf dem Gipfel kurz ausfiel.




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2014 Auf dem Altmühlpanoramaweg



Wieder einmal hatte Walter Hebling sich mächtig ins Zeug gelegt, um mit 21 Mitwanderern vor allem aus dem Singkreis eine scheinbar schon gut bekannte Landschaft in Deutschland zu erkunden: das obere Altmühltal. Wir fuhren mit der Bahn von Weinheim nach Gunzenhausen im Frankenland und bezogen dort vom 14. bis 21. Juni 2014 Quartier im Gasthof Arnold. Jeder Tag wurde in Gunzenhausen mit einer warmen Mahlzeit in wechselnden Lokalen beschlossen.
Der Altmühlpanoramaweg besteht seit 2005 und wurde (für) 2012 zum schönsten Fernwanderweg Deutschlands gewählt. Wie Perlen an der Schnur liegen hier aufgereiht an der etwa 210 km langen Strecke die Sehenswürdigkeiten: kleine und große Ortschaften mit vielen alten Kirchen, geschichtliche Stätten von der Steinzeit bis heute und vor allem die Landschaft. Die kleine Altmühl hat sich in Millionen Jahren zur Donau hin in Mäandern durch das Gestein gearbeitet, so entstanden Kalkfelsen, steile Hänge mit Wacholderheiden, sanfte, kuppige Zonen und fast ebene Talauen. Der Weg führt uns mal da- mal dorthin, Wald und offenes Gelände wechseln ständig. Die Markierung ist durchweg sehr gut, Plätze zum Rasten gibt es immer wieder, und auch Gaststätten laden unterwegs öfter zur Einkehr oder Schlussrast ein. Abgesehen von besonderen „Besuchermagneten“ und von Kreuzungen mit dem Radweg im Tal haben wir oft über Stunden niemanden getroffen. Ein Wanderführer in Buchform ist unterwegs sicher vorteilhaft, auch Walter hat den seinigen (laut Buchdeckel „schweißfest und wasserabweisend“) öfter zur Hand genommen. Wir hatten uns die ersten 120 km bis Kinding vorgenommen, die Wege von und zu den Tagesetappen wurden mit einem kleinen Reisebus zurückgelegt. Der Fahrer ließ es sich nicht nehmen, uns seine Heimat vorzustellen.

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2014 Auf dem Altmühlpanoramaweg Teil II


Die Steinerne Rinne

Am nächsten Tag gefiel uns das alte Städtchen Dollnstein sehr; bald danach ging es wieder längere Zeit über eine Magerwiese am Fuß eines Kalkfelsens. Mittagsrast war am Fossiliensteinbruch Blumenberg, wo es eine gute Rastmöglichkeit gibt, nur die Kaffeemaschine dort hat etwas geschwächelt. Sehr kurze Zeit nach der Mittagsrast – wir waren noch gar nicht ins Schwitzen gekommen – zeigte sich im Tal Eichstätt. Die Willibaldsburg auf dem Bergsporn über dem Tal stammt aus der Zeit, als geistliche und weltliche Macht noch in einer Hand lagen und die Mission erst kurz zurück lag. Für eine kleine Stadtbesichtigung gab uns Walter zwei Stunden frei, die wir auch weidlich genutzt haben, um die schöne Altstadt mit ihren Kirchen, Bischofspalästen und Bürgerhäuser zu besichtigen. Jede Aufzählung muss hier unvollständig bleiben.
Noch schöner war die Stadt am nächsten Morgen, geschmückt zu Fronleichnam. Bald stiegen wir aber den Berg hinauf, wo uns auf den Feldern die Blumen im Korn begleiteten. In der Nähe von Buchenhüll liegt die Mammuthöhle, hier wurden zahlreiche Tierknochen aus der letzten Eiszeit gefunden. Nach einer Rast auf Treppenstufen und modrigen Baumstämmen ging der Weg hinter Walting vorbei. Eigentlich hätten wir auch Rieshofen umlaufen sollen, aber Walter hatte wohl irgendwie eine Wirtschaft ausgekundschaftet – den Gasthof Bauer. Hier haben wir uns wieder ausgesprochen wohl gefühlt bei Speis und Trank. Der Weg zum Bus nach Pfalzpoint durch die Flussniederung war jetzt nicht mehr weit.
Der letzte Wandertag führte uns über die Gungoldinger Heide und auf die Arnsberger Leite hinauf, ein hochgezogener Felsrücken mit einer schönen Aussicht. Auf der nächsten Höhe hinter Böhming finden sich im Wald Reste des Limes mit interessanten Erklärungen. An Kipfenberg vorbei mit seiner hochgelegenen Burg erreichten wir schließlich Kinding und genossen die Abschlussrast im Gasthof Krebs. Eher beiläufig warfen noch einige einen Blick auf die Wehrkirche aus dem 14. Jahrhundert. Auch diese Kirche soll bei der Fortsetzung der Tour im übernächsten Jahr noch eingehend betrachtet werden. Der Tag wurde bei fränkischer Kost, Dank für Walter und seine intensiven Bemühungen sowie einem Ausblick auf die Planungen der nächsten Jahre abgeschlossen. Fast alle haben wir uns immer sehr wohlgefühlt, obwohl gelegentlich sichtlich ein Wermutstropfen in den süßen Wein gefallen war.
Die Rückreise fiel zwei Stunden länger aus, da die DB ihren Fahrplan an diesem Samstag äußerst freizügig und souverän ausgestaltete. Trotzdem fanden sich am Abend zur Sonnwendfeier noch einige Unentwegte zum Singen.



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2014 DAV Zugspitztour

Auf Deutschlands höchstem Berg
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