Sektion Weinheim im Deutschen Alpenverein e.V.

Programm und Veranstaltungen des Vereines

Aktuelles

Wird momentan
überarbeitet.

Sie befinden sich in Rubrik Archiv ältere

2013 Zillertal – oder die Verwandlung der Weißkugel


Auf dem Gipfel des Großen Löffler


Eigentlich sollte es ja ins Ötztal gehen Anfang September, mit der Überschreitung der Weißkugel als Höhepunkt. So hatte Jule Heil die mehrtägige Hochtour jedenfalls ausgeschrieben, aber in den Tagen davor trübten sich die Wetteraussichten just für das entscheidende Wochenende immer weiter ein, sodass wir uns zwei Tage vor dem Start entschlossen, die gesamte Planung über den Haufen zu werfen und stattdessen in die Zillertaler Alpen zu fahren.
So ging es also am Mittwochmorgen (4.9.) über München nach Ginzling nahe Mayrhofen. Die ersten öden Kilometer auf der Fahrstraße im Tal haben wir uns geschenkt und sind stattdessen mit dem Taxi ein Stück in Richtung Hütte gefahren. Der Zustieg bis zur Greizer Hütte war dann schnell bewältigt, sodass wir schon kurz nach 15 Uhr auf der Terrasse in der Sonne saßen. Unsere Freude über ein ruhiges Lager im Winterraum wurde allerdings bald gedämpft, denn nach und nach trafen Heerscharen von Wanderern vom Berliner Höhenweg ein, sodass spät am Abend nicht nur im Winterraum, sondern auch in der Gaststube die Notlager bereitet wurden. Den Hüttenwirt und seine Crew hat das aber nicht aus der Ruhe gebracht – routiniert haben sie diese Situation gemeistert, die sich am nächsten Abend wiederholen sollte. Und ein freundliches Wort hatten der Hüttenwirt und seine netten Helferinnen auch jederzeit auf den Lippen – nicht nur für die Gäste, sondern auch für die beiden Haflinger, die sich ebenso frei um die Hütte bewegten wie drei Ziegen, die morgens und abends darauf warten, gemolken zu werden.
Am nächsten Morgen brachen wir zum Großen Löffler auf, und kaum hatten wir die Hütte hinter uns gelassen, waren wir allein unterwegs – daran sollte sich auch den ganzen Tag über nichts ändern. Auf dem Floitenkees lag noch einiger Schnee, sodass es zügig voranging, unterbrochen nur von drei harmlosen „Spaltenrutschern“ von Bernhard, Roland und Christian. Ungeachtet aller Prophezeiungen von Jule, es werde gleich flacher, blieb der Firn unverändert 40° steil bis hinauf zum Südgrat, über den es in leichter Blockkletterei auf den fast 3400 Meter hohen Gipfel ging. Bei schönstem Wetter genossen wir das Panorama vom Großglockner über die Dolomiten bis zu den Ötztalern und Stubaiern. In leichter Abwandlung der Beschreibung im Führer können wir nur bestätigen, dass der Aufstieg zum Großen Löffler „eine der großzügigsten Bergfahrten im östlichen Teil des südlichen Zillertals“ ist – man muss eben nur genug einschränken, und schon reicht’s für einen Superlativ.

» Weiterlesen »

2013 Wildbachquerung an der wilden „Weschnitzkaja“


Astrid traut sich als Erste

Mitte Juni war es wieder so weit: Sieben Aspiranten wollten genau wissen, wie man bei starker Strömung eine Gruppe gut ans andere Ufer bringt. Lernen kann man das am besten am konkreten Beispiel. An einer geeigneten Stelle wurden am Ufer Fixpunkte gelegt, und schon bald konnte die erste Teilnehmerin gesichert zum anderen Ufer gelangen.
Die Sicherung muss hierbei mit einem Schleifknoten bewerkstelligt werden, denn würde man ausrutschen und von der Strömung mitgerissen, drückt diese einen unter Wasser. Mit einem Schleifknoten kann man sich schnell befreien und dann alleine das Ufer erreichen.
Ist am anderen Ufer auch ein Fixpunkt gelegt, kann mit einer Seilbahn alles Gepäck auf die andere Seite geschafft werden und die Gruppe kann nachfolgen. Der letzte baut alles ab und wird gesichert vom gegenüberliegenden Ufer gesichert.

» Weiterlesen »

2013 Im Reich der Viertausender


Die Gruppe am Hohsaas unter der Weissmies

In der ersten Septemberwoche startete früh am Samstag vom Rolf-Engelbrecht-Haus aus eine erwartungsvolle Elfergruppe, vorwiegend aus Mitgliedern des Singkreises, per PKW und Kleinbus in die Schweiz. Schon unterwegs ließen lebhafte Gespräche die Zeit vergehen und die Herzen höher schlagen, standen doch einige alpine Bergwanderungen an. Jeder berichtete von seinen früheren Touren; nur ich selbst hielt mich ein bisschen zurück, hatte ich doch vor wenigen Wochen im Singkreis in einem leichtsinnigen Moment eingestanden, dass ich meine Bergerfahrung bis jetzt im Wesentlichen beim Besteigen des mindestens acht Meter hohen Apfelbaumes im eigenen Garten erworben hatte. Damit hatte ich bei meinen Singkreisfreunden unvergessliche Blicke mit stummem Entsetzen geerntet. Aber Walter Hebling hat ja schon viele andere Leute motiviert, und so hatte ich seine unverhoffte Einladung zum Bergwandern kurz entschlossen angenommen und war nun mit dabei.
So flogen an den Autofenstern die weißen Wände des Schweizer Jura vorbei, von Bern und dem Thuner See war nichts zu sehen, dafür im Kandertal schon richtig schöne Berge; die Bahnverladung von Kandersteg nach Goppenstein kürzte die Fahrt ab, nun das Rhonetal ein kleines Stück hinauf und gleich nach Süden in das Tal der Vispa, und unversehens waren wir schon in Saas Grund „Unter den Bodmen“ vor dem schönen Haus Piccolo und nahmen Quartier. Das schöne Wetter und die phantastischen Berge lockten uns bald vor die Tür zu einem kleinen Rundgang, im Auto hatten wir schließlich lang genug gesessen und die erste Höhenanpassung musste auch sein.
Allen diesen Saasdörfern (- Grund, - Fee, - Almagell, - Baalen) hat der vergangene Gletscher einen breiten Platz ins U-Tal gehobelt, wo alles, was da hingehört, gut Platz hat: schöne Gästehäuser, kleine Ställe, schmucke Gemüse- und Blumengärten, Vorratsspeicher mit großen Scheiben aus Stein gegen die Vorratsschädlinge, aber auch Talstationen für die Bergbahnen. Weiter unten im Saastal ist weniger Platz, hier hat sich der Fluss nach der Eiszeit eine tiefe Schlucht gegraben mit seiner gewaltigen Erosionskraft aus Wasser und mitgeführtem Gestein. Den Hang dieses U-Tales stiegen wir nun hinauf nach Saas-Fee, vor dem die Benzinkarren halt machen müssen; nur Elektroautos schleichen herum, und das tut dem Ort sehr gut, er ist so richtig gemütlich. Der Blick nach oben fällt auf das Halbrund der Gletscher und Gipfel, die jeder Bergfreund im Traum hersagen kann und deren Namen uns Walter in den nächsten Tagen öfter noch regelrecht vorgebetet hat – darunter die Mischabelgruppe mit ihren berühmten Gipfeln.

» Weiterlesen »

2013 Grenzerfahrungen in den Urner Alpen


Gruppenbild zum Finale am malerischen Urner bzw. Vierwaldstätter See; stehend von links: Peter, Maria, Beate, Gabi, Moni; vorn v.li. Helmut, Stefan und Frank.

Eigentlich hatten wir unsere „Königsetappe“ schon planmäßig hinter uns gebracht, doch zum Abschluss sollte fast wider Erwarten noch eine weitere folgen. Aber auch diese Herausforderung meisterten wir. Alle mussten bis an oder sogar über die Grenzen ihrer physischen wie auch psychischen Belastbarkeit gehen, doch mit Besonnenheit, Unterstützung in einem gut harmonierendem Team, Durchhaltevermögen und Erfahrung wurde die sechstägige Hüttenwanderung durch die Urner Alpen zum Erfolg.
Am ersten Freitagmorgen im August 2013 brachen wir zu acht – nämlich Beate, Gabi, Maria, Moni, Stefan, Peter, Frank und meine Wenigkeit als Tourenkoordinator – per Bahn auf. In Meiringen (Berner Oberland) warteten wir auf den Postbus, der uns über den Sustenpass in den Alpenkranz Uri im gleichnamigen Kanton brachte. Kurz danach stiegen wir vor imponierender, teils vergletscherter Bergkulisse am Sustenbrüggli (1907 m) aus; es stand noch der gut einstündige Aufstieg zur Sustlihütte (2257 m) an; garniert mit einigen kurzen Leiterpassagen. Das Wetter passte, das Stimmungsbarometer stand ebenfalls auf „Hoch“.
Bei der ersten Tagesetappe zur Sewenhütte (2150 m) mit knapp 4,5 Std. reiner Gehzeit ging es zunächst mit wenig Auf und Ab durch herrliche, mit Steinen durchsetzte Wiesenlandschaften mit reichlicher Flora. Doch die Sonne strahlte unbarmherzig vom Himmel. Gottlob gibt es in den Urner Alpen viel Bäche, kleine Flüsse und Seen, so dass für Abkühlung und Nachfüllmöglichkeiten der Getränkeflaschen stets gesorgt war.

» Weiterlesen »

2013 Eine Woche im Tal unberührter Natur - der Singkreis im Ultental/Südtirol



Der Gruebhof


Das Ultental ist eines der ältesten besiedelten Täler Südtirols. Viele Wanderwege, uralte Bauernhöfe, die sich an steile Hänge klammern, Bergseen, gepflegte Bergwiesen und urige Almen können in dieser einzigartigen Landschaft erkundet und bewundert werden. Aus kultureller Sicht sind die Orte St. Pankraz, St. Walburg (der Hauptort Ultens), St. Nikolaus sowie St. Gertraud von besonderer Bedeutung.
Mit bester Laune starteten wir am Samstag, den 12. Oktober, mit zwei Kleinbussen für eine Woche nach Südtirol. Am späten Nachmittag erreichten wir das Selbstversorgerhaus „Gruebhof“ (ca. 900 m), wo uns der Hofwirt Franz Berger erwartete. Er informierte über die klimatischen Bedingungen und darüber, dass es vor wenigen Tagen unerwartet viel geschneit hatte.

» Weiterlesen »

2013 Auf zehntägiger Reise in die Toskana


Gruppenbild vor dem Dom zu Pisa

Ganz im Banne von Kunst, Kultur und Architektur reisten die Mitglieder des Singkreises mit einer Zwischenübernachtung im romantischen Garda am Gardasee in die Toscana. Walter Hebling, der Leiter dieser unternehmungsfreudigen Gruppe, hatte die Busreise bestens organisiert mit einem abwechslungsreichen Mix aus Sehenswürdigkeiten, Führungen und Wanderungen. Schon ein Blick in den von ihm gestalteten Reisefahrplan zeigte jedem der 32 Teilnehmer, dass sie zu einer echten Erlebnis-Stafette aufbrachen. Das erste uns unbekannte Ereignis war bei der Anfahrt nach Garda die deutsche Kriegsgräberstätte Costermano mit 21972 Gefallenen aus dem Zweiten Weltkrieg, die 1967 der Öffentlichkeit übergeben wurde. Aber danach erlebten wir acht Tage lang das Traumziel Toskana bei herrlicher Sommersonne.
Schon die staufreie Weiterfahrt verhieß nur Gutes. Zügig ging‘s durch die Po-Ebene mit ihren Reisfeldern nach Pisa, wo sich die geführte Besichtigung auf den Campo dei Miracoli (Platz der Wunder) mit dem vielleicht schönsten religiösen Bautenkomplex der Welt, den weißen imposanten Marmordom Santa Maria Assunta mit begeisternder Säulenfassade, das mit einer achtteiligen Facettenkuppel gekrönte Baptisterium und den 55 Meter hohen schiefen Campanile, einer der berühmtesten Türme der Welt, konzentrierte. Am Abend bezogen wir das Standquartier im Hotel „Columbia“ in Chianciano Terme mit hauseigener Therme.

» Weiterlesen »

2013 Klettern und Klettersteige rund um den Sellapass


Auf dem Gipfel des „Daumen“

Dieser Anblick ließ unsere Herzen höher schlagen, als wir – Tourenleiter Klaus Wohnsiedler, Doris Hildenbrand, Gabi Feistl und Robert Hauptfleisch – uns nach der Anfahrt über den Brenner und durch das Grödnertal den Sellapass hochschraubten und die Blicke auf das Sellamassiv und die Langkofelgruppe frei wurden. Die bizarren Felsformationen im Herzen der Dolomiten ließen sofort erahnen, dass wir hier auf unsere Kosten kommen würden.
Gleich nachdem das Quartier in der bestens bewirtschafteten Valentini-Hütte bezogen war, sondierten wir das Gelände und besprachen die Touren der anstehenden Woche. Das Wetter war zu Anfang der Woche stabiler vorhergesagt, sodass wir zuerst eine der größeren Unternehmungen in Angriff nahmen: der Pößnecker Klettersteig, ein Klassiker unter den Klettersteigen. Früh ging es zum Einstieg, und das Anlegen der Klettergurte verschaffte eine kleine Verschnaufpause.

» Weiterlesen »

2013 Wintersport und Wohlfühlen in La Punt


Unsere Abfahrtskigruppe im Skigebiet Corviglia


Kann eine Woche so kurzweilig sein? Ja, leider ist unsere Gemeinschaftstour schon zu Ende. Uns allen hat besonders die harmonische Atmosphäre der Gruppe gut getan. Man merkt, dass Leute, die sich zum DAV hingezogen fühlen, nicht nur die Natur, sondern auch ihre Mitmenschen mögen. Auch zwei Nichtmitglieder des DAV-Weinheim hatten sich gut integriert und sehr wohl gefühlt.
Jeden Tag fanden sich neue Gruppen zusammen zu verschiedenen Aktivitäten. So starteten manche mit Bus oder Bahn zu den Alpin-Skigebieten, Corviglia (2486) oberhalb von St. Moritz, Corvatsch (3451m) oder Diavolezza (2978m). Hierbei blieben keine Wünsche unerfüllt.
Die Langläufer konnten sich über gute gespurte Loipen freuen, auch hier waren die Variationsmöglichkeiten vielfältig. So wurden z.B. das Bevertal bis Spinas, das Val de Rosegg und das Val de Morteratsch mit den jeweiligen Gletschern erkundet.

» Weiterlesen »

2013 Der Snow-Lake-Treck -- 170 km quer durchs Karakorum


Raikot und Nanga Parbat

Trekking in Pakistan? Da war doch erst im Juni 2013 dieser schlimme Terrorüberfall am Nanga Parbat, bei dem zehn Bergsteiger erschossen wurden. Ist man da nicht lebensmüde, wenn man in Pakistan kurz darauf auf eine Trekkingtour gehen will? (Hauser: Snow Lake Treck mit Michael Beek, 8. bis 30. Juli 2013) Richtig – und die eigentliche Tour um den Nanga Parbat war auch nicht mehr zu machen. Aber man muss wissen, dass nur die Sunniten mit den Taliban sympathisieren und diese südlich vom Indus , eben im Nanga-Parbat-Gebiet, siedeln. Nördlich vom Indus liegt das Karakorum und dort wohnen Schiiten, Ismaeliten, Hunzas, … die alle von den Taliban nichts wissen wollen.
Nach drei Tagen Anfahrt von Rawalpindi (durch das sunnitische Gebiet hatten wir Polizeischutz) begann unsere 14-tägige Trekkingtour nahe der chinesischen Grenze in Askole (3000 m), das auch der Startpunkt für den bekannten Baltoro-K2-Treck ist. Unsere Route bog allerding bald links ab und folgte den großen Gletscherströmen des Biafo und des Hispar, die zusammen ca. 140 km lang sind. Zunächst ging es über den zerrissenen, mit Schutt bedeckten Gletscher oder auf seinen weichen Seitenmuränen entlang. Die Lager konnte man anfangs noch am Rand des Eises im Grünen aufschlagen.

» Weiterlesen »

2013 Der Snow-Lake-Trek Teil II


Durch das Spaltengewirr

Eine weitere Woche dauert nun der langsame Abstieg. Da die Sonne das Gehen im weichen Firn unmöglich macht, müssen wir uns einen Weg am steilen Hang suchen. Von der Seite fließen einige weitere Gletscherströme zu, die wir immer wieder queren müssen. Das bedeutet, mitunter am Seil gesichert in die Spalten hinab und wieder aufzusteigen, dass immer wieder steile Moränenanstiege im losen Untergrund zu meistern sind.

» Weiterlesen »
« vorherige Seite [ 1 2 3 ... 6 7 ] nächste Seite »

Allgemeine Hinweise

© 2001-2010 Sektion Weinheim im Deutschen Alpenverein e.V. - HFMKL