Sektion Weinheim im Deutschen Alpenverein e.V.

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Der Alpenverein Weinheim wanderte hoch über Heidelberg

Trotz der schlechten Wettervorhersage hatten sich 26 Wanderer des Alpenvereins Weinheim am OEG-Bahnhof eingefunden, um mit der Bahn nach Heidelberg zu fahren. Vom dortigen Bismarckplatz ging es zu Fuß zum Bergfriedhof, dessen Besichtigung als erster Programmpunkt angesagt war. Der Bergfriedhof wurde 1844 durch die Stadt HD für alle Konfessionen angelegt, als Ersatz für die konfessionell getrennten Friedhöfe der Innenstadt, die räumlich zu klein geworden waren.

Der parkähnlich angelegte Bergfriedhof wurde mehrmals erweitert und hat heute die stattliche Größe von 18 ha.. Viele berühmten Bürger der Stadt haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. So in dem von dem Weinheimer Architekten Otto Hasslinger entworfenen Mausoleum Philipp Bartholomae, der als Bierbrauer in Amerika zu großem Reichtum gekommen war. Aber auch den Grabstätten von Reichspräsident Friedrich Ebert, des Homerübersetzers Heinrich Vogt, des Chemikers und Erfinders Wilhelm Bunsen, der nie ein Patent angemeldet hatte, des Dirigenten Wilhelm Furtwängler, des Architekten und Reichs-Rüstungsministers Albert Speer oder des Augenheilkundlers, Chirurgen und Krebsforschers Vincenc Czerny. wurden Besuche erstattet. Auch das zweitälteste Krematorium nach Gotha, welches 1891 gebaut wurde und heute noch in Betrieb genommen werden kann, wurde bewundert. Schnell war dann der Aufstieg zu dem weiträumig angelegten Ehrenfriedhof mit seinen 520 Steinkreuzen erreicht. Dieser Friedhof ist ein eine Gedenkstätte und Mahnmal für Opfer der Kriege und Gewaltherrschaft. Ein wunderbarer Blick in Richtung Westen ist von hier oben beschert. Auch der Blick zu dem 1955 eingeweihten neuen Bundesbahnhof, der den alten Sackbahnhof ablöste, erinnert daran, dass von hier nach Mannheim die zweite Bahnlinie innerhalb Deutschlands eröffnet wurde. Über eine Hochfläche (Speyerer Hof) zum dortigen Exoten- und Stadtwald. Auf dem Weg dorthin war der Blick frei zu den Wohnsilos Boxberg und Emmertsgrund. Der Exotenwald wurde Mitte des letzten Jahrhunderts im Rahmen der Neuaufforstung des Stadtwaldes mit angelegt.

Bald war das Blockhaus mit der wenige Meter entfernten Schutzhütte Sprunghöhe erreicht. Hier hatte Tilly mit seinen Truppen sein Lager aufgeschlagen, um von hier seine Raubzüge zu starten und um letztendlich die Stadt HD zu besiegen. Zur freudigen Überraschung aller hatte der Wanderführer Jürgen Schneider mit seinen Helferinnen sehr schnell ein kaltes Büfett hingezaubert und hierzu leckeren ROTEN und WEISSEN angeboten. Nach der genüsslichen Mittagsrast ging es auf steinigem, steilen Pfad zum 568 m hohen Königstuhl hoch, der zweithöchsten Erhebung des Odenwaldes nach dem Katzenbuckel. Hier traf die Wettervorhersage die Wandergruppe mit voller Wucht. Aus diesem Grunde nahm eine kleine Gruppe die Gelegenheit wahr, teils zum ersten Male, mit der Bergbahn zum Schloß zu fahren und von hier einen Rundgang durch die Altstadt mit dem Besuch des Friedrich-Ebert-Hauses durchzuführen. Die größere Gruppe wanderte zum Felsenmeer, um von hier zum Kornmarkt zu gelangen. Da sich am Mittag dann doch noch die Sonne zeigte, wahr ein wunderschöner Ausblick ins Neckartal gewährleistet.

Alle Wanderer trafen sich dann zum gemütlichen Abschluss in der Kulturbrauerei Scheffel, einem urigen Altstadtlokal. Der Dank der Gruppe gebührte Wanderführer Jürgen Schneider, der als gebürtiger Heidelberger sein Insiderwissen -gerade in Bezug der Grabmale im Bergfriedhof-

Gekonnt weitergeben konnte. Natürlich waren auch die Damen für ihre Hilfe und den gestifteten Kuchen in den Dank eingeschlossen.

10.12.07, Walter Pflästerer

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