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Praxiskurs Erste Hilfe


Erste Hilfe/Unfallvermeidung am 08. und 10. März 2007

Grau ist alle Theorie – und wer von uns hat nicht schon mal an Erste-Hilfe-Kursen teilgenommen? Dieser Ausbildungspunkt ist ein fester Bestandteil im Programm unserer Sektion. Seit Jahren zeichnet Uli Eisenhofer dafür verantwortlich.


Donnerstag Abend: Theorie – aber nicht das öde Verbände anlegen und mit der Puppe die Beatmung üben. So etwas kann man bei jedem normalen Kurs mitbekommen. Uli Eisenhofer kommt es besonders auf die speziellen Situationen und Bedingungen an, die man im Gebirge antrifft. Wie schätze ich eine Unfallsituation ein? Sind die Verunglückten zu allererst aus der Gefahrenzone zu bringen? In welcher Reihenfolge überzeuge ich mich vom Zustand eines Verletzten? Welche Maßnahmen kann ich sinnvollerweise ergreifen, wenn ich mich auf lange Wartezeiten einstellen muss, bis ein Heli kommt? Solche Fragen führten zu einer umfassenden Erörterung vieler verschiedener Unfallsituationen.

Samstag: Praxis – und dies ist eigentlich der Kern der Ausbildung. Was man hier an realistischen Situationen selbst erlebt, das bleibt haften, das hat man verinnerlicht. Uli ist ein bergerfahrener und versierter Rettungssanitäter der BASF, er präparierte mit Schminke und Plastilin die Unfallopfer ganz realistisch und platzierte sie im Gelände an der Jakobswand. Eine Gruppe von Teilnehmern rüstete sich wie Bergwanderer aus und traf dann auf die Verunfallten. Was ist jetzt zu tun? Gefahrensituation? Welche Verletzungen? Wie die Verunfallten lagern? Rettung verständigen? Erste Maßnahmen einleiten. Stress pur! Und wenn die Verunfallten dann noch verstört oder hysterisch unter Schock herumschreien, muss man schon kühlen Kopf bewahren, um nicht auch panisch zu reagieren. Nach einer solchen Übung kam dann die große Analyse: Was lief gut? Was hätte man besser machen können? Welche Fehler hätten im Ernstfall fatale Folgen?


Uli hatte immer wieder neue Aufgaben für uns, und seine „Opfer“ Eric, Jonathan und Markus waren immer bereit, eine neue Situation zu stellen. Und wenn es nötig war, hängte sich Uli selbst in den Klettersteig und wir mussten die im Steig gestürzten und schon unterkühlten Bergsteiger aus der Wand abseilen. Puh, sind die schwer, auch wenn man sie mit Flaschenzug etwas hochziehen muss, um ihre eigene Sicherung zu entlasten und das Abseilen vorzubereiten. Praxis, Praxis und wieder Praxis! Aber nur so werden wir immer sicherer und können im Ernstfall umsichtig handeln. Der Samstag war so kurzweilig, dass wir gar nicht merkten, dass wir schon sieben Stunden am Üben waren. Ein ganz herzliches „Danke schön!“ dir Uli, du bist Spitze!!!

Dietrich Hinkeldey

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