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Wintersportwoche in La Punt

Beste Loipenbedingungen im Oberengadin
Beste Loipenbedingungen im Oberengadin
Winterfreizeit im Oberengadin vom 17.-24. Februar 2007

Alle (zwei) Jahre wieder ...

... kommt unser Walter mit seinen Wintersportfreunden nach La Punt. Diesmal waren es 37, die im Bus über Basel, Zürich und den Julierpaß anreisten und sich über die herrliche Landschaft des Oberengadin und – trotz des zu warmen Winters – schönen Schnee freuen konnten. Wir hatten eine sportliche und erholsame Woche vor uns.

Die Unterkunft war traditionell im Ferienhaus der Fam. Rudigier und für das leibliche Wohl sorgten unsere fleißigen und eingeübten Damen, besonders Ellen Sam, Ruth Szymon und Christel Bertram. Sie brachten es sogar fertig, am Ankunftsabend eine warme Suppe und am Sonntagmorgen Brötchen auf den Tisch zu zaubern. In dem Zusammenhang muss auch die gehaltvolle Speisekarte für die Abendessen erwähnt werden. Dabei gab es diverse „Spendenaktionen“, z.B. ein komplettes Essen mit Sauerkraut, Fleisch und Bohnen von Hans und Lenchen Frey, mitgebrachten Kuchen vieler Teilnehmer für die Nachmittage oder gehaltvolle Getränke für die abendliche Stimmung.

Seit 1993 führt Walter Hebling alle zwei Jahre diese Wintersportwoche durch. Das Angebot hat sich bewährt und nichts von seiner Attraktivität verloren. Einige von uns waren auch alle acht Male dabei. Natürlich sind die 14 Jahre seit 1993 nicht spurlos an uns vorbeigegangen. Unser Ältester ist inzwischen 82 Jahre alt. Man hört untereinander immer häufiger von künstlichen Gelenken oder sonstigen „Ersatzteilen“, wie es Norbert ausdrückt, und sieht immer mehr Hörgeräte.

Aber wenn es um den Sport oder die Freude an der Bewegung geht, ist kein Trend zur Abschwächung erkennen. Da werden nach wie vor beachtliche Leistungen vollbracht: Langlaufstrecken von 20 bis 30 Kilometern, teilweise mit Höhendifferenzen über 200 Meter, Wanderungen über 18 Kilometer, Pistenskifahrten mit über 7000 Höhenmeter Abfahrt, und das alles nicht nur von den neu hinzugestoßenen jüngeren Teilnehmern! Schließlich sind wir unserem Alpenverein gegenüber zu besonderen Leistungen verpflichtet. Vielleicht kann man erwähnen, dass jetzt auch Pferdekutschfahrten angenommen werden.

Und was hat sich im Oberengadin verändert? Pisten und Loipen sind nach wie vor vorbildlich gepflegt. Moderne Gliederbusse zwängen sich durch die engen Strassen der hübschen Ortschaften. Die gute alte Rhätische Bahn bringt seit 1913 die Wintersportler von La Punt an ihre Ausgangs- bzw. Einstiegsorte. Aber es gibt keine Schalter mit Bahnbediensteten mehr! Der Mann mit der roten Kelle auf dem Bahnsteig ist durch eine Blinkanlage für Selbstbedienung ersetzt (sonst hält der Zug nicht). Auch im Zug sind Knöpfe zu drücken. Wer nicht schnell genug aussteigt, bekommt wieder eine Chance am nächsten Bahnhof und muss dann zurückfahren, wie es zwei von uns erlebt haben.

Damit auf den Pisten möglichst wenig passiert, gibt es auf den Haltebügeln der Sesselbahnen Hinweise wie diese: „Des Rasers schönstes Weihnachtsgeschenk ist ein neues Kniegelenk“ oder „Hängt der Raser in der Tanne, wird dem Christkind Angst und bange“.
Ist das nicht lustiger als die sonst üblichen Hinweise auf den Service von Banken und Sparkassen? Sturzhelme auf den Pisten sind auch trendy, bei Kinderskilehrgängen offenbar obligatorisch.

Offenbar nicht neu ist ein gewisser Konditionseinbruch nach drei strammen Tagen Wintersport. So machten wir in starker Beteiligung am vierten Tag eine Höhenwanderung auf dem Plateau des Muottas Muragl, um Ski und Muskeln zu schonen. Sicht und Wetter spielten vorbildlich mit, und das Panorama aus der Höhe von über 2500 m ist nach allen Seiten überwältigend. Walter Hebling stellte sein beachtliches Wissen bei der Vorstellung und Bezeichnung der verschiedenen Gipfel, Gletscher und Täler unter Beweis. Am Folgetag ging es dann in den verschiedenen Disziplinen wieder voll zur Sache.

Zweimal haben wir „Happy Birthday“ gesungen: für Ernst Oberreiter und Norbert Riegner. Zweimal haben wir abends bei fröhlicher Stimmung zu Walters Gitarre gesungen. Am Faschingsdienstag sah man unter uns diverse Pappnasen, Perücken, Hüte und sonstige Dekorationen. Ursel Wiegand, Christel Sommer und Claudia Lörsch trugen dazu witzige Gedichte vor. Täglich konnte man an der Gymnastik teilnehmen, die Christel Sommer vor dem Frühstück anbot. Klaus Schäfer als Sportfunktionär verteilte zweckdienliche Ratschläge an unsere besonders starken Langläuferinnen Claudia Lörsch und Ulrike Trostmann zur Leistungssteigerung beim Skaten neben der Loipe. Susanne Vollmer nahm dazu ein Privatkurs.

Natürlich wurden auch wieder unzählige Fotos geschossen. Viele Bilder konnten gleich am Laptop von Jürgen Schneider bestaunt werden. Walter stellte seine touristischen Absichten für das kommende Jahr vor, die wieder recht interessant zu werden versprechen. Unter anderem hat er für Bergwanderungen im Herbst 2008 bereits Quartier bei Fam. Rudigier vormerken lassen. La Punt ist nicht nur für Wintersportaktivitäten ein idealer Standort!

Die Heimfahrt nach diesen schönen Tagen, an denen immer die Sonne schien, verlief dank der Fahrkunst unseres russischen Busfahrers problemlos und führte – auch wieder traditionsgemäß – über Achern mit Einkehr im Weingut Ihli. Walter und seinen Helfern, besonders den weiblichen, wurde herzlich gedankt.

Um die gute und erfolgreiche Tradition fortzusetzen und den zweijährigen Rhythmus beizubehalten, hat Walter Vorsorge getroffen. So kann man sich heute schon auf den Februar 2009 freuen.

Februar 2007
Uwe Hennings

Bilder der Fahrt im Photoalbum
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