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Über den Frankenstein zum Heiligenberg

Juliwanderung des Alpenvereins Weinheim

Die Juliwanderung des Alpenvereins Weinheim führte durch das Gebiet des nördlichen vorderen Odenwaldes. Die 14köpfige Wandergruppe startete vom Parkplatz Tannenberg im Stettbachtal (bei Jugenheim) auf leicht ansteigendem Weg bei angenehmem Wanderwetter in Richtung Ober-Beerbach.

Auf dem Höhenrücken des Sachsenberges, 282 m, gab es für die Weinheimer Wandergruppe den ersten Rund um Blick in die Rheinebene und über das Mühltal. Der weitere Wegverlauf führte an den Magnetfelsen vorbei zur Burgruine Frankenstein. Die Wirkung der Magnetfelsen konnte in Ermangelung eines Kompasses nicht festgestellt werden. Bei der Mittagsrast wurden die Fernblicke zum Donnersberg oder Kleinem Feldberg im Taunus genossen. Der zufällig anwesende Schriftsteller Walter Scheele gab Heimatkunde gratis und erläuterte, wie der Magnetismus in dem dort liegenden Gabbro-Tiefengestein zu Stande kommt. Auch ließ er wissen, dass der Alchemist und Mediziner Johann Konrad Dippel auf dieser Burg geboren wurde und dass Wernher von Braun hier eine Verletzung auskuriert hatte. An dem Naturdenkmal Galgenbuche (früherer Gerichtsplatz) vorbei, wurde die Ruine Tannenberg erreicht. Die Burg Tannenberg ging unter Hartmut von Cromberg als Raubritternest in die Geschichte ein. Am 21. 7. 1399 wurde die Burg von einer gemeinsamen Streitmacht der umliegenden Kurfürsten und Städte erstürmt und erstmalig mit Feuerwaffen zerstört.

Auf dem Heiligenberg wurde die Grabkapelle und Gräber der Battenberger, den Vorfahren von Prinz Philip und den Kindern des englischen Königshauses Windsor-Mountbatten, besucht. Das dort aufgestellte 7 m hohe goldene Kreuz ist weit aus der Rheinebene zu erkennen. Vorbei an den Ruinen des ehemaligen Clarissenklosters (1622 zerstört), An der über 1000 Jahre alten Zentlinde hatten die Grafen von Katzenelnbogen ihre Zentgerichte gehalten. Das fürstliche Schloß Heilgenberg war ein bevorzugter Sommer-Urlaubsort des Zaren Alexander II. der 1881 einem Attentat zum Opfer fiel. Im Rebstock in Jugenheim wurde die Abschlussrast gehalten. Der Dank der Alpenvereinswandergruppe galten Marianne Staß und Richard Rothermel, die diese hochinteressante Tour ausgearbeitet und geführt hatten.

13.08.09, Walter Pflästerer

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